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Tutorial: Bier-Charms

Während Fimo die wesentliche Zutat für Miniatur-Essen ist, braucht man für Miniatur-Getränke Gießharz. Diese Dinger sind seit Ewigkeiten geplant, die Bierkrüge hab ich schon vor Monaten gekauft und die Idee ist noch ein paar Monate älter.

Materialien

  • ein Gießharz-Set (Resin)
  • Harz-Abtönfarben: weiß und goldgelb
  • Handschuhe
  • Zangen
  • Draht
  • ein dünner Handbohrer
  • Zahnstocher
  • eine Plastikunterlage (Eine Klarsichthülle über der normalen Unterlage hat für das eine Mal gereicht)
  • Miniatur-Biergläser (1:12) (erhältlich in Puppenhaus-Fachgeschäften oder online)

Den Kauf eines Epoxidharzes sollte man nicht übereilen, das kann leicht in einer kleinen Katastrophe enden, aber mehr dazu irgendwann in einem anderen Post :‘)

1.

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Nach getroffenen Sicherheitsvorkehrungen nach Packungsbeilage (Handschuhe anziehen, Fenster aufmachen, Plastikunterlage verwenden) rührt man die beiden Komponenten nach Anleitung zusammen. Es steht meistens dabei, dass man möglichst vorsichtig rühren soll um nicht zu viele Luftbläschen entstehen zu lassen. Im Internet findet man tausende Tutorials dazu, wie man sie vermeidet. Für die Bierkrüge wollen wir aber unbedingt Bläschen haben! Tatsächlich ist mein Resin, dessen Firma stolz darauf ist, diese von alleine verschwinden zu lassen, nicht zu 100% ideal für das Projekt. Aber ganz kleine sind am Ende trotzdem zurückgeblieben und passen sogar sehr gut. Nachdem das Harz fünf Minuten abgestanden ist, fügt man ein paar Tropfen der goldgelben Abtönfarbe hinzu. Harz-Abtönfarben färben sehr stark, sodass nur wenige Tropfen reichen. Weil in dem Misch-Becher aber mehr Harz ist, als in den Bierkrügen sein wird, sollte die Mischung dunkler sein als man die Farbe für das Endergebnis haben möchte.

2.

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Links sieht man den Unterschied in der Farb-Intensität der unterschiedlichen Mengen. (Gut, die gelbe Unterlage ist für die Fotos nicht ideal, ich hab momentan keine andere.) Ich hab dann aufgehört Abtönfarbe hinzuzufügen, weil das Harz sonst zu orange geworden wäre. Man träufelt danach vorsichtig (ich selbst hab herumgepatzt, siehe Bild) mit einem Zahnstocher die Mischung in die Krüge. Danach muss sie härten, bei meinem Harz dauert das 8-10 Stunden. Ich hab in der ersten Stunde immer wieder mit einem Zahnstocher in den Krügen herumgestochert, weil ich die Luftbläschen erhalten wollte.

3.

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Nachdem das Harz ausgehärtet ist, bohrt man mit dem Handbohrer ein kleines Loch hinein. Mit den Zangen formt man aus dem Draht einen Stift und steckt ihn in das Loch.

4.

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Dann bereitet man eine weitere Menge Harz vor, fügt diesmal weiße Abtönfarbe hinzu und füllt die Krüge auf, sodass eine Kuppel entsteht, und lässt es wieder aushärten. Bei zwei der Krüge hab ich probiert, ob man die Draht-Stifte auch einfach so in das weiße Harz stecken kann. Das Ergebnis:

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Die Stifte sind reingerutscht, ich musste sie rausfischen und danach war der Drahtring mit Harz benetzt, was sich nicht entfernen ließ. Es ist ausgehärtet und ließ sich weder reinigen noch rausziehen (siehe rechts). Ich vermute, dass es funktionieren würde, ca. 3 Stunden zu warten und die Stifte in das halb ausgehärtete Harz zu stecken. Das hab ich aber nicht ausprobiert.

Fertig!

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Die Anhänger sollen Teil eines größeren Projektes werden, das noch länger geplant ist als die Bierkrüge selbst. Ich hoffe, bis Ende Juni bekomme ich das fertig >:)

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