Geschenkideen · Manschettenknopf-DIYs

DIY Manschettenknöpfe // II: Fimo

Ich hatte mein erstes Manschettenknopf-DIY lange Zeit im Blog unter „Geschenkideen“ kategorisiert, damit weibliche Bastlerinnen dort nach Geschenken für Männer suchen können. Das war ziemlich sexistisch von mir. (An dieser Stelle einen lieben Gruß an die vier Männer, die meinem Blog folgen: Ihr seid cool!) Nun hat man mich wieder darauf gebracht, dass es tatsächlich zu wenig Handgemachtes für Männer gibt. Man hat mir auch erzählt, dass viele Männer gar keine Hemden besitzen, bei denen man Manschettenknöpfe braucht. Also fühle ich mich verpflichtet, das ernsthaft anzusprechen: Die Modeindustrie gibt euch Männern die einzigartige Chance, Schmuck zu tragen, und ihr nehmt das nicht wahr? Wisst ihr wirklich nicht, was euch durch euer soziales Geschlecht diesbezüglich in eurem Leben entgeht, dass ihr nicht mal diesen Strohhalm ergreift? Also geht da raus und kauft euch sofort so ein Hemd (was sollen wir Selbermacherinnen euch denn sonst schenken? – schon wieder einen Schlüsselanhänger?!?)! Jedenfalls hab ich das erste Tutorial für Manschettenknöpfe wieder in die Geschenk-Rubrik verfrachtet und starte mit diesem Beitrag eine neue (die erste, streng genommen,) Reihe auf dem Blog: Manschettenknopf-DIYs. Teilweise mit neuen Ideen von mir, teilweise ein übersichtlicheres Zusammentragen von dem, was es schon gibt. Dadurch könnt ihr für euer Projekt das auswählen, das euch am besten gefällt, oder, bei Zeit- und Gelddruck, das, wofür ihr schon das Werkzeug zuhause habt. (Okay, realistischerweise habt ihr keine Manschetteknopf-Rohlinge und das Bestellen aus China dauert ein paar Wochen, aber die anderen Sachen, ihr wisst, was ich meine.)

Diesmal ist Fimo dran: Ich habe fürs Erste zwei Designs mit einfachen Fimo-Canes ausprobiert, die frau/man nach Belieben variieren kann.

Materialien

  • Manschettenknopfrohlinge mit quadratischer Fassung (erhältlich über Etsy). Hier: silber und 2x2cm
  • ein Fimo-Cutter
  • eine Fimo-Walze
  • Fimo-Lack
  • eine Unterlage
  • ein Pinsel
  • Schmuckkleber

Design A:

  • Schleifpapier zum Nassschleifen
  • ein Roller zum Ausrollen des Fimo (ich verwende einen Fondant-Roller, den ich um 2,30€ in einem Ramschgeschäft gekauft hab)
  • schwarzes und weißes Fimo

Design B:

  • Fimo in champagner und ein dunkler Braun- und Orange-Ton (Wobei die Farben ohnehin nicht so geworden sind, wie ich mir das vorgestellt hab, also whatever, nehmt einfach, was ihr wollt)
  • der Fimo-Cutter mit der gewellten Klinge

 

Design A

Schritt 1: Das Anfertigen der Cane

In Design A ist es eine Cane, die aus vier kleineren zusammengesetzt ist. Man/frau mischt aus Schwarz und Weiß Abstufungen (in meinem Fall 3 Grautöne und eben Schwarz und Weiß). Die vier Canes bestehen je aus einer Fimo-Schlange für die Mitte, um die jeweils eine Schicht flach gerolltes – oder ab 3,5 mm Dicke oder weniger – flach gewalztes Fimo gewickelt wird. Falls ihr das zum ersten Mal macht: Nach jeder Schicht muss man die Schlange wieder rollen, um die Oberfläche zu glätten und es passiert schnell, dass das Ganze sehr lang wird und man überflüssig viel Material verbraucht. Die Mitte hab ich mit einer Fimoschlange mit einem quadratischen, die Ränder mit einem dreieckigen Querschnitt aufgefüllt. Das wird dann als Ganzes wieder zusammengedrückt, sodass eine einheitliche Cane entsteht. Diese sollte ca. die Größe des Manschettenknopfs haben bzw. ein wenig kleiner sein.

Schritt 2: Die Anpassung

Die Cane stellt man kurz in den Kühlschrank, damit sie fester und besser zu schneiden ist. Dann schneidet man mit dem Cutter Scheiben ab, die ein wenig höher als die Fassung des Manschettenknopfs (z.B. 3 mm) sind. Ich hab die Scheibe in eine Ecke geschoben und sie dann von dort ausgehend in die andere Richtung gedrückt. Dadurch ist die Mitte etwas verschoben und es sieht, finde ich, etwas interessanter aus. Die Oberfläche drückt man mit den Fingern möglichst gleichmäßig flach.
Ich stelle mir vor, mit einem Keksausstecher von 2x2cm auch schöne Manschettenköpfe in der Art machen zu können, deren Fimo-Teile über die Höhe der Fassung hinausgehen. Einen solchen habe ich leider noch nicht. Falls ich mal einen ergattern sollte, folgt aber ein Beitrag dazu nach!
Danach werden die Knöpfe nach Anleitung im Ofen gehärtet.

Schritt 3: Der letzte Schliff

Nach dem Härten klopft man die Teile aus den Knöpfen raus. Am einfachsten geht es, wenn das Fimo noch nicht ganz abgekühlt und ausgehärtet ist, aber verbrennt euch bitte nicht die Finger. Macht euer Schleifpapier nass und legt es vor euch hin. Bewegt dann die abgekühlten Fimo-Teile flach darauf hin und her. Ich habe grobes Schleifpapier verwendet, wodurch eine Oberfläche entstanden ist, die mich an gewebten Stoff erinnert, was gut zu manchen Anzügen passt. Am Ende hab ich das mit Glanzlack lackiert, das Ergebnis seht ihr im Bild – Wenn ihr drauf klickt, werden die drei größer angezeigt. Durch das Schleifen glänzt die Oberfläche nach dem Lackieren ohnehin nicht, ich weiß also nicht, ob das Ergebnis mit Mattlack anders wäre. Nach dem Trocknen klebt ihr die Teile wieder in das Metall. – fertig!

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Design B

Schritt 1: Anfertigen und Einpassen der Cane

Ich habe champagner und eine Mischung aus schokoladenbraun und orange verwendet. Dann die Champagner-Farbe mit Stufe 1 der Walze ausgerollt und das Braun mit Stufe 6. Dann habe ich ein Mal das helle Fimo, dann das dunkle, dann wieder das helle und dann wieder das dunkle übereinandergelegt, sodass es insgesamt 4 Schichten waren. Von diesem Block (ich habe leider kein Bild, aber die Technik is auf der Fimo-Walzen-Packung auch abgebildet!) habe ich dann Streifen abgeschnitten, umgelegt und nebeneinander gelegt (Bild 1). Der so entstandene Block muss wieder zusammengedrückt werden. Dann legt man oben einen Manschettenknopf drauf und passt so ein Stück von 2×2 cm ein und schneidet es mit dem Cuttter rund um die Fassung ab. Der so entstandene Knopf (Bild 2) wird dann mit dem gewellten Fimo-Cutter vorne entgegen der Richtung der Streifen abgeschnitten (Bild 3), sodass der Fimo-Teil aber immer noch über die Fassung hinausschaut.

Schritt 2: Härten und Abschluss

Das Ganze wird dann, wie schon bei Design A, gehärtet, rausgeklopft, abgekühlt und lackiert. Dann müssen die Teile nur mehr reingeklebt werden. (Quer sehen sie ein bisschen aus wie Ildefonso, von denen jemand mit einem sehr regelmäßigen Gebiss abgebissen hat, also nehme ich die Streifen längs, wodurch sie aussehen wie Waffeln und ICH WEISS WIRKLICH NICHT MEHR WAS ICH TUN SOLL DAMIT MEINE SACHEN NICHT AUTOMATISCH SÜSSIGKEITEN WERDEN) – fertig!

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